Was macht einen Handelsvertreter aus?

Anhand des Handelsgesetzbuchs lässt sich die Tätigkeit eines vermittelnden Handelsvertreters mit folgender Normenkette umreißen:

§ 84 Abs. 1 S. 1 Var. 1 HGB: Handelsvertreter ist, wer als selbständiger Gewerbetreibender ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer (Unternehmer) Geschäfte zu vermitteln.

§ 86 Absatz 1, 1. Variante HGB: Der Handelsvertreter hat sich um die Vermittlung von Geschäften zu bemühen; er hat hierbei das Interesse des Unternehmers wahrzunehmen.

§ 86 Absatz 2 HGB: Er hat dem Unternehmer die erforderlichen Nachrichten zu geben, namentlich ihm von jeder Geschäftsvermittlung und von jedem Geschäftsabschluß unverzüglich Mitteilung zu machen.

Nach § 87 Absatz 1 HGB hat der Handelsvertreter Anspruch auf Provision für alle während des Vertragsverhältnisses abgeschlossenen Geschäfte, die auf seine Tätigkeit zurückzuführen sind. Falls keine Provision vereinbart wurde, gilt gemäß §nbsp;87b Absatz 1 HGB eine Fiktion: Ist die Höhe der Provision nicht bestimmt, so ist gemäß § 87a HGB sobald und soweit das vereinbarte Geschäft vom Unternehmer ausgeführt wurde. Darüber muss der Unternehmer gemäß §nbsp;87c HGB von sich der übliche Satz als vereinbart anzusehen. Der Provisionsanspruch entsteht ge aus und spätestens zum Ende eines Dreimonatszeitraums nach Entstehung des Anspruchs abzurechnen.

Mit dieser Konstruktion ist das grundsätzliche Synallagma dieser Sonderform des Dienstvertrags definiert. Es ist zu beachten, dass zahlreiche Vorschriften zum Schutz des Handelsvertreters unabdingbar wirken. Zudem verbergen sich einige Ausnahmeregelungen im unübersichtlichen siebenten Abschnitt des Handelsgesetzbuchs.

weiter zu meiner Geschichte

mein Gutachten über eine Handelsvertretung